Spaltung durch Homeoffice?
Immer wieder gibt es Diskussionen über Homeoffice. Nicht bei mir in der Firma, da klappt die Möglichkeit komplett remote zu arbeiten (muss man aber nicht, es gibt auch Büros) super. Aber in den Medien.
Man könnte fast meinen, dahinter steckt eine Kampagne, denn jetzt wird sogar schon von „Spaltung der Gesellschaft“ aufgrund von Homeoffice gesprochen.
Reinhart warnte davor, dass es hier zu einer Spaltung der Gesellschaft kommen könne. „Ich sehe da in Deutschland auch die Tendenz, dass wir so eine Zweiklassengesellschaft bekommen“, sagte sie. „Einmal die, die eben nicht zu Hause bleiben können, weil sie pflegen, Dienstleistungen erbringen oder in der Fabrik arbeiten. Und die anderen, die ihren Arbeitsort auch nach Hause oder irgendwie vielleicht auch mal in ein Apartment auf Mallorca verlegen können.“
Die Spaltung der Gesellschaft kommt aus meiner Sicht aber eher daher, dass es zu viele prekäre Jobs mit niedrigem Lohn und schlechten Arbeitsbedingungen gibt und die Menschen dadurch unzufrieden sind. Und weniger dadurch, dass manche Menschen zu viel Homeoffice haben und andere neidisch machen. In Deutschland gibt es einen riesigen Niedriglohnsektor.
Hier müsse man nun einen Konsens in der Gesellschaft finden, der die Interessen aller berücksichtige.
Müsste dann dieser Konsens nicht eher daraus bestehen, die Arbeitsbedingungen generell zu verbessern, dass auch ein Job, bei dem Homeoffice einfach nicht möglich ist, besser ertragbar wird?
Dass mit Konsens aber wahrscheinlich eher eine Begrenzung des Homeoffice-Anteils für alle gemeint ist, damit sich niemand benachteiligt fühlt, habe ich schon verstanden. Gerade, wenn man als Firma extra ein Meinungsforschungsinstitut beauftragt, statt die eigene Belegschaft zu fragen… 🙃
Tags: Arbeit, Home Office, Meinung