YouTube, damals und heute
Ich bin relativ früh in Kontakt mit Computern gekommen. Schon in der Grundschule hatte ich einen alten Rechner aus der Familie, auf dem ich mich mit Word und Paint beschäftigen konnte. Später machte ich dann auch meine ersten Schritte in der Programmierung.
Mein Internetzugang war allerdings immer stark restriktiv von meinen Eltern begrenzt. Lange waren nur E-Mail, Schul-Intranet und Wikipedia erlaubt. Selbst als der Zugriff erweitert wurde, war er immer noch zeitlich stark limitiert. Aus heutiger Sicht war das wahrscheinlich vernünftig. Jemand wie ich, der ohnehin öfter lieber zu Hause saß, als rauszugehen, sollte ja nicht die gesamte Zeit vor dem Bildschirm verbringen. Gleichzeitig hat es aber auch meine Neugier geweckt, weshalb ich Wege suchte, die Sperren zu umgehen. Wahrscheinlich hat dies dann früher oder später auch dazu geführt, dass ich der Tech-Nerd wurde, der ich heute bin. Doch darum soll es heute nicht gehen …
Vielmehr bin ich kürzlich über ein paar Videos (hier, hier oder hier) auf YouTube gestoßen, die sich mit dem „Fall“ bekannter Creator beschäftigt haben. Also Personen, die früher (meiner Wahrnehmung nach) online recht bekannt waren, sich heute aber größtenteils aus der Öffentlichkeit zurückgezogen haben.
Das hat mich auf einmal ein wenig sentimental werden lassen. Mit YouTube hatte ich zwar schon früher Berührungspunkte (ich tippe so auf 2012, 2013 rum, ich habe damals sogar mal selbst versucht, ein paar anonyme Videos hochzuladen, weil ich die Funktion auf meinem iPod touch ausprobieren wollte), doch aktiv verfolgt habe ich die Szene wahrscheinlich eher so ab 2015, 2016. Da hatte ich dann endlich auch unbegrenzten Zugang zum Internet!
Es war schon interessant, im Schnelldurchlauf Ausschnitte aus Videos zu sehen, die ich früher teilweise selber geschaut habe. Projekte und Ereignisse, die ich damals mitbekommen und teilweise sogar mitgefiebert habe.
Parallel dazu ist es aber auch irgendwie traurig, was heute aus YouTube geworden ist. Klar, es gibt immer noch manch interessante Inhalte, bei denen man etwas lernen kann, andere, die einen zumindest unterhalten. Und immer noch (hier ein Post von mir aus 2018) verbringe ich recht viel Zeit auf der Plattform. Doch heute ist alles so viel erwachsener. Alles wirkt optimierter und professioneller (letzteres muss ja auch nicht schlecht sein). Zugleich gibt es aber auch unzählige Reactions oder KI-Müll, der einem in den Feed gespült wird.
Nun ja, ich selbst bin ja mittlerweile auch ca. 10 Jahre älter und vom Charakter nicht mehr der, der ich damals war. Vielleicht ist das auch nur die typische Nostalgiebrille. 😅
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