“Pendler-Stress: Eine Nation auf Achse”
In der ARD-Mediathek gibt es eine Doku zum Thema Pendeln. Dazu habe ich ein paar Gedanken:
- Personen, die täglich drei Stunden je Richtung pendeln müssen, um dann wahrscheinlich einfach nur die meiste Zeit im Innendienst vorm Computer sitzen zu müssen, tun mir leid. Es muss ja nicht Full-Remote sein, aber hier sollte vielleicht auch der Arbeitgeber mal über ein paar Home-Office-Tage nachdenken, in Fürsorge für seinen Arbeitnehmer.
- Pendelzeit und Pendelkosten sollte man beim Vergleich von Jobs durchaus beim effektiven Arbeitslohn mitberücksichtigen. Vielleicht lohnt sich dann doch ein näher gelegener Arbeitsplatz, der weniger Brutto zahlt, wo man dann netto (Geld und Zeit) jedoch doch deutlich mehr übrig hat.
- Für den Stress ist manchmal anscheinend aber auch nicht nur das Pendeln schuld, sondern vielleicht auch eine unausgeglichene Arbeitsteilung im Haushalt.
- Auch wenn nicht jede:r Pendler:in mit Fahrrad oder Öffis fahren kann, je mehr Leute es – befähigt durch eine bessere Verkehrspolitik – machen würden, desto entspannter würde es auch für die, die keine andere Wahl als das Auto haben.
- Ich bin einfach froh, einen Remote-Job zu haben (ich muss 3 bis 4 Mal im Jahr für ein paar Tage eine Reise zum Arbeitsort machen, das war’s aber auch schon) und eine Beziehung zu haben, in der wir uns die Arbeit im Haushalt gut aufteilen (wirklich!). Während ich Kassel zwar ein bisschen vermisse, und das Pendeln damals nicht nur dem Job geschuldet war, bin ich froh, jetzt nur noch einen Haushalt verwalten zu müssen. Meine Brutto-Arbeitszeit entspricht meiner Netto-Arbeitszeit, was mir genügend Me-Time ermöglicht, sodass ich ausgeglichen sein kann.