Jan-Lukas Else

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Mein Dezember ‘24 und mein 2024 im Rückblick

Veröffentlicht am in ✍️ Posts
Übersetzungen: My December ‘24 and my 2024 in Review
Kurz-Link: https://b.jlel.se/s/7c1
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Der Monat und auch das Jahr neigen sich dem Ende zu – eine Zeit, um innezuhalten, zurückzublicken und all die kleinen und großen Momente noch einmal Revue passieren zu lassen.

Zum Monat

Diesen Monat hat meine Verlobte endlich ihr offizielles Zeugnis zum ersten Staatsexamen verliehen bekommen, mit einer großen Zeremonie an der Uni, bei der sogar jemand vom Kultusministerium anwesend war und die Zeugnisse überreicht hat. Ich bin so stolz darauf, wie sie den Stress und die Prüfungen im vergangenen Jahr gemeistert hat! Ich glaube, auch sie ist erleichtert, zumindest diesen Abschnitt in ihrem Leben nun fertig zu haben.

Und im Dezember waren natürlich auch Heiligabend und Weihnachten. Dieses Mal haben wir bei der Familie meiner Verlobten gefeiert, im nächsten Jahr dann bei meiner Familie.

Zum Jahr

Vielleicht lohnt sich zuerst ein Blick auf meine Vermutungen vor einem Jahr, wie dieses Jahr aussehen würde:

  • Weniger Urlaub und Reisen: Dies hat sich bewahrheitet, obwohl wir trotzdem dreimal zumindest kurz gemeinsam im Urlaub waren: einmal Wandern im Taunus, dann eineinhalb Wochen an der Ostsee und im Herbst noch einmal eine Woche Wandern in Bayern. Eine Woche Urlaub ging aber tatsächlich für das Ausmisten der Wohnung drauf, und auch vom aktuellen Urlaub zumindest ein paar Tage für weitere Arbeiten dort. Denn wir sind immer noch nicht gemeinsam in meine Kindheitswohnung (zurück)gezogen, planen dies aber jetzt definitiv für März. Bis dahin muss noch der Bodenbelag erneuert werden. Bin ich froh, wenn das ganze Pendeln und die doppelte Haushaltsführung bald vorbei sind.
  • Arbeit: Anders als erwartet und erhofft, habe ich (noch) nicht das Junior-Level (zumindest in der Bezeichnung) verlassen, dennoch habe ich ein paar Fortschritte beim Gehalt verzeichnet und zunehmend mehr Verantwortung im Projekt übernommen. Mittlerweile bin ich im Teilteam einer der ersten Ansprechpartner, wenn es jemanden mit Erfahrung im Projekt braucht. Am Ende ist mir die offizielle Berufsbezeichnung relativ egal, solange die Arbeitsbedingungen passen und ich Spaß an meiner Tätigkeit habe.
  • Ernährung: Ich habe tatsächlich meine Ernährung noch mehr auf pflanzenbasierte Lebensmittel umgestellt und setze auch bei Käse und Frischkäse inzwischen deutlich mehr auf pflanzliche Alternativen, die auch in meinen üblichen Supermärkten zunehmend besser verfügbar sind.

Ein paar kleine und große Highlights in diesem Jahr (in chronologischer Reihenfolge)

  • Obwohl mich die ein oder andere Erkältung dieses Jahr getroffen hat, konnte ich bei ein paar Gesundheitsthemen Verbesserungen bewirken. Durch verödete Adern in der Nase habe ich endlich kein Nasenbluten mehr und durch das Nehmen von Vitamintabletten (B12 und D) ist mein Energielevel dieses Jahr auch deutlich besser gewesen.
  • Im März habe ich den Rasierhobel für mich entdeckt, der das Rasieren deutlich angenehmer, aber auch günstiger macht. Nach einigen enthusiastischen Wochen bin ich aber wieder dazu übergegangen, mich etwas seltener zu rasieren. Damit dürfte mein Vorrat an Klingen nun für viele weitere Jahre reichen.
  • Nach über zwei Jahren, in denen die Wohnung, in der ich aufgewachsen bin, unbewohnt und doch nicht leer war, konnten wir im Frühjahr endlich große Fortschritte erzielen. Die Wohnung konnte in einen Zustand gebracht werden, bei dem man sich endlich Gedanken über Renovierungen machen kann, die bereits in Kürze stattfinden sollten. Damit die Wohnung nach langer Zeit endlich wieder bewohnt werden kann und sich die Anzahl an Wohnungsschlüsseln an meinem Schlüsselbund von drei auf eins reduziert.
  • Im Sommer, während meine Freundin hauptsächlich mit den Arbeiten und dem Lernen für ihr Examen beschäftigt war, habe ich mir ein neues Fahrrad gekauft und einige Momente genutzt, das gute Wetter zu genießen und die Umgebung besser kennenzulernen. Durch diesen Ausgleich konnte ich sie neben meiner Arbeit dann auch besser unterstützen. Zwar habe ich dieses Jahr weniger Körpergewichtstraining gemacht, aber sich mit dem Fahrrad an der frischen Luft zu bewegen, ist doch viel besser. Der Höhepunkt meines Fahrrad-Sommers war definitiv die dreitägige Tour von Kassel nach Braunschweig. Ein weiterer kleiner Urlaub. All die Fahrradtouren boten auch gute Anlässe, Bilder und Touraufzeichnungen auf meinem Blog zu veröffentlichen.
  • Im August haben wir unser 5-jähriges Beziehungsjubiläum gefeiert, im Oktober dann unsere Verlobung. Am letzten ganzen Tag in unserem Urlaub in Bayern habe ich meine Freundin auf der Fahrt mit der Seilbahn gefragt, ob sie meine Frau werden will. Sie hat Ja gesagt. 💍 Ich war unendlich aufgeregt, aber danach ist mir ein Stein vom Herzen gefallen. Einen Hochzeitstermin haben wir noch nicht, aber wir visieren übernächstes Jahr, 2026, an.
  • Neben dem Fahrradfahren ist Wandern eins meiner neuen Hobbys in diesem Jahr geworden. Beides ohne große Ambitionen, aber Bewegung in der Natur, Neues entdecken und schöne Ausblicke genießen ist eine großartige Abwechslung zur Arbeit am Computer. Zwei der drei gemeinsamen Urlaube waren mit Wander-Fokus, wir waren aber auch so ein paar Mal wandern.

Was sonst noch los war

  • Politische Umbrüche: Das zunehmend rauer werdende politische Klima in Deutschland, Europa, aber auch der ganzen Welt (USA sind da nur ein Beispiel) besorgt mich. Es scheint, als drehe die Menschheit komplett ab. Immer neue Kriege und Konflikte, zunehmender Hass, Populismus und Rechtsextremismus.
  • Künstliche Intelligenz: In diesem Jahr hat die Verbreitung von KI deutlich zugenommen. Überall ist plötzlich KI integriert. Aber ob das immer so sinnvoll ist und die Auswirkungen auf Energieverbrauch und Ressourcennutzung, wird meiner Meinung nach zu wenig hinterfragt. Ich denke auch, es gibt zu viel Hoffnung, dass mit KI alles besser werden würde.
  • Klimakrise: Auch dieses Jahr gab es wieder zahlreiche Meldungen über neue Jahrhunderthochwasser oder Waldbrände. Wenn es bloß mehrmals pro Jahr ein neues Jahrhunderthochwasser gibt, ist es dann überhaupt ein Jahrhunderthochwasser? Die Klimakrise wird immer heftiger, aber das Thema wird von anderen Themen aus der medialen Berichterstattung verdrängt und viele Menschen scheinen nach wie vor kein Verständnis dafür zu haben, dass Verhaltensänderungen notwendig sind.

Auch wenn das alles negativ klingen mag, verliere ich die Hoffnung nicht, dass doch irgendwann Vernunft einkehren und sich alles zum Guten wenden wird! Ich versuche, wo ich kann, meinen Beitrag zu leisten.

Ich wünsche allseits einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein schönes, erfolgreiches und glückliches Jahr 2025!

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