Mein Dezember ‘25 und mein 2025 im Rückblick
Einige in meinem Blogging-Zirkel haben schon ihren Jahresrückblick 2025 veröffentlicht, also will auch ich meine Tradition seit 2019 fortführen und einen Jahresrückblick schreiben. Aber zuerst ein paar Worte zum vergangenen Monat.
Dezember 2025
Während Dezember für gewöhnlich ein eher ruhiger Monat ist, so war er 2025 für mich doch ganz anders.
Am 1. Dezember habe ich meinen neuen Job angetreten. Statt in der Automotive-Branche jetzt in der Entwicklung eines Produkts im IT-Sicherheitsbereich. Es gab und gibt viel Neues zu lernen, mich in allerlei Themen einzuarbeiten und in die neuen Prozesse und Abläufe einzuleben. Bisher macht es aber Spaß, ist interessant und die Leute sind nett.
Eigentlich war unser Plan, Weihnachten in den Jahren immer abwechselnd bei meiner Familie und der Familie meiner Verlobten zu feiern. Also haben wir einen Mietwagen geliehen (es gab auch noch ein paar Sachen zu transportieren) und sind am 23. nach Süddeutschland gefahren. Leider gab es dann ausgerechnet an Heiligabend einen positiven Grippe-Schnelltest in der Familie, so dass wir unseren Besuch sicherheitshalber abgebrochen und am 24. nachmittags und abends wieder 6 Stunden zurückgefahren sind. An den beiden Weihnachtsfeiertagen haben wir uns in Quarantäne begeben. Glücklicherweise wurden wir von der Grippe verschont, sodass wir am Wochenende noch meine Großmutter und die Verwandtschaft aus den USA besuchen konnten.
Verbunden damit, dass ich dieses Jahr erstmals „zwischen den Jahren“ gearbeitet habe, kam irgendwie nicht so richtig Weihnachtsstimmung oder diese typische Feiertagsruhe auf, aber nun ja, vielleicht nächstes Mal wieder.
Silvester haben wir mit einer Freundin meiner Verlobten verbracht und Raclette gemacht. Irgendwie fühlt man sich so erwachsen, wenn man das erste eigene Raclettegerät kauft. Und die Menge zu verschätzen und zu viel Essen zu kaufen, ist, denke ich, auch typisch.
Das Jahr 2025
2025 war für mich wirklich ereignisreich.
Gestartet war das Jahr mit Renovierungsarbeiten und zwei Umzügen. So habe ich die Anzahl an Wohnungsschlüsseln an meinem Schlüsselbund von drei auf eins reduzieren können. Mittlerweile haben wir uns in der renovierten Wohnung in Braunschweig gut eingelebt. Klar, es gibt immer etwas zu tun (und dabei neue handwerkliche Fähigkeiten zu erlernen), aber so weit fühlen wir uns hier ganz wohl und genießen auch den Platz, den wir haben. Jeder hat sein eigenes Büro, aktuell auch mit eigenem Sofa. Seit Kurzem haben wir auch fürs Wohnzimmer ein neues großes Sofa, das ausgiebig benutzt wird.
Gelegentlich vermisse ich Kassel aber doch, besonders beim Thema Fahrradfahren. Während Fahrradfahren in der Stadt in Kassel aufgrund der Geografie immer recht schwierig war, so bot besonders der Radweg entlang der Fulda immer eine super Strecke zum sportlichen Fahren und hat die Tourenplanung ziemlich vereinfacht. In Braunschweig braucht die Vorbereitung einer Ausfahrt etwas mehr Aufwand. Mittlerweile habe ich aber auch hier einige nette Routen entdeckt und bin 2025 wieder oft auf meinem Rad unterwegs gewesen, das ich im Laufe des Jahres auch etwas angepasst habe. Meine Strecken oder Geschwindigkeiten sind nicht krass, aber bei einem Hobby muss ja auch nicht alles krass sein, hauptsache es macht Spaß, und das tut es! Und auch ein Unfall mit verstauchter Hand konnte das nicht ändern.
Nicht ganz so oft habe ich Training mit Freeletics betrieben. Ich habe zwar immer mal wieder ein paar Workouts gemacht, aber so richtig regelmäßig war da nichts. Vielleicht ja wieder mehr im nächsten Jahr …
Was dann auch noch ein Höhepunkt in 2025 war, war die Reise nach Schottland, die wir dieses Mal auch ohne Krankheit überstanden haben. Zwei Wochen waren wir unterwegs, mit Zug, Bus, Schiff und Mietwagen, haben in Unterkünften übernachtet, aber auch gecampt, sind viel gewandert und haben generell eine super Zeit gehabt und die atemberaubende Natur genossen. Echt schöne Erinnerungen! Außer in Schottland waren wir dieses Jahr im Herbst nochmal in der Rhön im Urlaub. Mal schauen, wo wir im kommenden Jahr so Urlaub machen werden.
2025 war das Jahr, in dem ich nach mehreren autofreien Jahren wieder ein Auto gekauft habe. Aber aufgrund des Referendariats meiner Verlobten war es auch nicht anders möglich. Der Hyundai i10 gefällt uns bisher ganz gut. Schön klein, um hier in der Gegend mit sehr hohem Parkplatzdruck auch in kleineren Lücken parken zu können. Auch ein recht niedriger Spritverbrauch. Leider hatte das Auto im November seinen ersten Schaden bekommen, denn jemand hat beim Einparken die vordere Stoßstange geschrammt.
Aber auch beim angesprochenen Referendariat habe ich 2025 versucht, soweit es mir möglich war, zu unterstützen. Ich glaube, mit einer Lehrerin im Haus kommt man nicht drumherum, auch mal mitzuhelfen, Material auszuschneiden, zu laminieren oder beim Brainstormen zu helfen. Aber es ist schön zu sehen, wie viel Leidenschaft meine Verlobte für diesen Beruf mitbringt.
Zum Schluss vom Rückblick noch ein Blick aufs Bloggen: 2025 habe ich wieder deutlich weniger gebloggt, wenn auch im Schnitt etwas längere Posts, sowohl auf Englisch, als auch auf Deutsch. Während ich die letzten Jahre viel über Politik geschrieben habe, so deprimiert mich der Blick in die Politik immer mehr und meine Begeisterungsfähigkeit für das Thema ist deutlich weniger geworden. Auch habe ich keine Lust, mich ständig nur aufzuregen. Abgesehen von Politik: Vielleicht ist 2025 auch einfach mein Mitteilungsbedürfnis weniger geworden? Ich habe bspw. aus dem Fahrradfahren viel mehr Energie gezogen, als aus dem Schreiben irgendwelcher Texte ins Internet. Aber das ist okay so, der Blog ist bereit, wann immer ich denke, etwas erzählen zu müssen. Immerhin folge ich ungebrochen der Tradition meiner Monats- und Jahresrückblicke.
Ausblick auf 2026
Nun zu dem, was im kommenden Jahr auf mich zukommt.
Wo ich so oft „Verlobte“ schreibe: 2026 werden wir heiraten. Bisher haben wir schon einiges organisiert, aber das waren bisher wahrscheinlich eher die Grundlagen, es gibt noch viel zu regeln in den nächsten sechseinhalb Monaten. Von Catering bis Hochzeitsanzug oder für welchen Nachnamen wir uns entscheiden. Einen Tanzkurs fangen wir schon nächste Woche an.
Auch im Job wird es spannend. Vermutlich dreimal werde ich für Planungsphasen zum Unternehmensstandort fahren und Verantwortung für ein paar Themen übernehmen.
Ansonsten hoffe ich natürlich, dass es mit meiner Fitness 2026 wieder bergauf geht, nachdem ich irgendwie in letzter Zeit immer mehr den Alterungsprozess wahrgenommen habe. Vielleicht gelingt es mir ja wieder, eine regelmäßige Routine für Sport auch außerhalb vom Fahrradfahren aufzubauen? Mehr tägliche Schritte durch das Laufband am Schreibtisch und durch Spaziergänge. Mehr Workouts mit Freeletics, auf dem Rudergerät oder Ergometer.
Und (da weiß ich selbst noch gar nicht, wie es sich entwickeln wird) vielleicht wird sich ja auch mein Aussehen ändern? Wird 2026 das Jahr, in dem ich mir eine Glatze rasieren und einen Bart wachsen lassen werde?
Tags: Jahresrückblick, Monatsrückblick