Mein Juli ‘26 im Rückblick
Und schon wieder klingt ein Monat aus. Der Juli war für mich und meine Frau ein besonders ereignisreicher.
Die erste Hälfte bestand neben dem Erstellen der jährlichen Steuererklärung aus lauter Vorbereitungen für die Hochzeit: Blumensträuße in Auftrag geben, letzte Abstimmungen mit den Dienstleistern, und spontan doch noch einen Fotografen für das Standesamt buchen. Am 14. Juli war mein letzter Arbeitstag vorm Urlaub und meine Familie reiste an.
Am 15. Juli war es dann endlich so weit: Die standesamtliche Hochzeit fand statt. Wir haben die Feierlichkeiten bewusst auf zwei Tage aufgeteilt, um den Stress zu reduzieren und das Gefühl, nun verheiratet zu sein, noch intensiver genießen zu können.
Die standesamtliche Hochzeit fand im kleinen Kreis im Rathaus in unserer Heimatstadt Braunschweig statt. Die Standesbeamtin, die uns eigentlich nur aus dem Melderegister kannte, hielt eine überraschend interaktive und schöne Rede. Viel weniger bürokratisch und unromantisch, als wir es erwartet hätten. Danach waren wir gemeinsam mit allen Gästen in einem kleinen Restaurant essen und haben nachmittags noch im Garten der Schwiegereltern Kuchen gegessen. Es war zwar warm, aber erträglicher als befürchtet. Mein Anzug mit Cool Wool hat sich bewährt.
Ein paar Tage später, am Samstag, den 18. Juli, war die freie Trauung, ein weiterer Höhepunkt unserer Hochzeit. In der Kötjemühle in Uetze, etwa eine Dreiviertelstunde nördlich von Braunschweig, haben wir diese in einer alten Wassermühle, umgeben von Grün, gefeiert. Gemeinsam mit 34 Gästen fand draußen in einem Pavillon die Trauungszeremonie statt. Unsere Traurednerin hat diese geleitet und eine superschöne Rede gehalten, die Sängerin die von uns gewünschten Lieder so schön gesungen. Wir haben uns gegenseitig unsere Eheversprechen vorgelesen. Es flossen viele Freudentränen. 😄
Nach der Trauung gab es noch einen Sektempfang, ebenfalls mit gesanglicher Begleitung, und Gruppenfotos, bevor es mit dem Essen und der Feier weiterging. Zum Essen hatten wir verschiedene Speisen als Buffet bei einem türkischen Caterer aus Braunschweig bestellt. Das war sehr lecker. Nach dem Essen gab es noch ein zweites Fotoshooting (nach dem First-Look kurz vor der Trauung), bevor es dann mit verschiedenen Spielchen, Reden (auch wieder wunderbar und emotional) und später auch Tanz (eingeleitet von unserem einstudierten Hochzeitstanz) losging.
Insgesamt waren beide Tage wirklich wunderschön (meine Frau in ihrem Kleid natürlich am allerschönsten) und alles mindestens so schön, wie wir es uns erhofft und ja auch monatelang geplant hatten. Alle Beteiligten haben ihr Bestes gegeben, das Wetter hat super mitgespielt (erst war Regen oder Hitze angekündigt, aber es war angenehm warm und trocken), die Gäste hatten Spaß, und wir natürlich auch. Der DJ hat, ohne dass wir das extra gebucht hätten, den ganzen Abend über gefilmt und uns schon am nächsten Tag direkt ein über einstündiges Video geschnitten und geschickt – eine tolle Erinnerung an diesen unvergesslichen Tag. Vor allem, weil wir auf die Fotos von den Fotografen ja noch ein bisschen warten müssen.
Am Sonntag und Montagmorgen haben wir dann schnell unsere Sachen gepackt, oder besser gesagt einfach alles in den Koffer geschmissen und dabei manches vergessen. Mit einem Mietwagen sind wir in die Flitterwochen gefahren. Es ging zum Oberwirt in Steinegg, in der Nähe von Bozen in Südtirol, genauer gesagt mit Blick auf Bozen von oben. Hier haben wir drei Pools zur Auswahl, jeden Abend ein Fünf-Gänge-Menü, aber auch eine gute Nähe zu vielen verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Dazu, was wir uns aber alles angeschaut haben, kommt später noch ein extra Beitrag.
In der ersten Woche war das Wetter wirklich perfekt, kaum Regen, aber auch nicht zu heiß, ideal zum Wandern und Erkunden. Die zweite Woche war ziemlich heiß, aber in Deutschland sah es ja auch nicht anders aus, und immerhin weht auf den höheren Ebenen hier ein kühles Lüftchen. Am Sonntag geht es wieder zurück. Hoffentlich bleibt die Entspannung trotz der langen und vermutlich staureichen Rückfahrt bestehen. 😅
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