So, endlich melde ich mich auch mal wieder hier auf diesem Blog. Die letzten zwei Wochen war ich größtenteils offline, jedenfalls wenn es als offline gilt kein WLAN sondern nur sehr begrenzte mobile Daten zu haben. Ich hab es nämlich gerade so geschafft, nicht noch zusätzliches Volumen buchen zu müssen.
Vor einigen Wochen habe ich davon berichtet, dass ich minimalistischer werden will und mir vorgenommen habe nach dem Motto “weniger ist mehr” zu leben. In kleinen Schritten komme ich diesem Ziel immer näher, jeden Tag ein bisschen.
Letztens bin ich, wie so oft mit dem Zug durch Deutschland gefahren. Sechs Stunden sollte die Fahrt laut Plan dauern, aber nicht selten kommt mal was dazwischen und aus sechs werden schnell mal sieben, acht oder neun Stunden. Äußerst ärgerlich, besonders wenn es aus Gründen passiert, für die man eigentlich kein Verständnis haben kann. Solche die nur passieren, weil die Deutsche Bahn mal wieder spart (kaputte Weichen, technische Störungen etc.). Natürlich trotz völlig überteuerter Tickets.
In den letzten Wochen und Monaten, so scheint es mir heute, habe ich irgendwie viel zu viel Zeit verschwendet, bin viel zu lange am Handy gewesen und habe irgendwie nichts geschafft. Bis ich vor ein paar Tagen mal geschaut habe, welche Apps am meisten Strom verbraucht hatten. Es hat mich nicht verwundert.
In der letzten Woche, nachdem nun endlich meine Klausuren geschrieben waren und ich endlich wieder ein bisschen mehr Zeit hatte, habe ich angefangen meine Zimmer aus- und aufzuräumen. Denn ich werde Minimalist.
Es ist erschreckend, wir sind uns dessen meist sogar bewusst und doch ändern wir nichts. Wir starren weiter dauernd auf unsere Geräte und wissen doch eigentlich gar nicht was wir da gerade machen und wieso überhaupt.
Letztes Jahr im Sommer fing es an. Vorbei war die Schule, plötzlich war Zeit nicht mehr so knapp, wie sie einmal war, Zeit für Langweile, aber auch Zeit für Gedanken. Gedanken über alles mögliche, unter anderem auch über den Tagesablauf.